Für unsere Senioren bestehen im Seelsorgeverband vielfältige Angebote zum Zusammensein und Verweilen beim gemeinsamen Spielen, aber auch das Verreisen hat seinen Platz. Die Angebote richten sich an Personen im Pensionsalter und es werden jeweils persönliche Einladungen zu den Anlässen verschickt.
Kontaktperson für die Seniorenarbeit: Edith Wartmann und Monika Iten-Heim (Adressen siehe Team)
Reisebericht der Seniorenferien vom 13. August - 19. August 2011
Die Bilder dazu sind auf
www.seelsorgeverband.ch/fotogalerie/seniorenferien-2011-41.html
zu finden
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt. Diese Gunst wollten wir jung gebliebenen Senioren/innen unseres Pfarreiverbandes nutzen und wagten den Sprung über die Grenze, um dort unsere Ferienwoche zu verbringen.
Bei schönstem Wetter startete der mit 37 Gästen besetzte Car von Bruno Schönholzer am Samstag in Richtung Osten mit dem Ziel Tirol.
Nach einer kurzen Rast am Fusse des Albergs überquerten wir den Pass mit dem weltbekannten Skiort St. Anton um dann ins Inntal abzutauchen.
Nach Innsbruck und Halle bogen wir in die Stadt Wörgl ab, um nach einer kurvenreichen Steigung unser Feriendomizil „Wildschönau“ mit den malerischen Dörfern Unterau, Oberau, Mühltal und Auffach zu erreichen. In Oberau quartierten wir uns im blumengeschmückten Tirolerhof ein, und liessen uns hier für eine Woche an Leib und Seele verwöhnen.
Schon am Sonntag konnten wir feststellen wie gross die Zusammengehörigkeit in diesem Bergtal ist, denn wir durften am Talfest in Auffach mitfeiern.
Der farbenprächtige Umzug unter Mitwirkung aller Dorfvereine zeigte uns, wie stark das Vereinsleben in diesem Tale noch verankert ist, marschierten doch sechst Musikvereine, mit einer Besetzung von bis zu fünfzig Mitgliedern mit.
Auch der Montag war ein Festtag im Dorf. Es wurde Maria Himmelfahrt gefeiert. Leider war das Wetter nicht festlich gestimmt, regnete es doch fast den ganzen Tag. Trotzdem genossen wir den Festgottesdienst in der grossen Kirche, die voll besetzt war. Etwas erstaunt waren wir als die Dorfschützen voll bewaffnet in der Kirche Platz nahmen. Wesentlich besser gefielen uns die farbigen Trachten und Uniformen, die zeigten dass das Brauchtum hier noch sehr gepflegt wird. Die Böllerschüsse und die militärischen Übungen auf dem Kirchplatz waren unseren Gehörorganen nicht sehr zuträglich und mochten auch die Regenwolken nicht zu vertreiben, sodass wir den Nachmittag mit Lotto spielen verbrachten. (Vielen Dank für die gespendeten Preise.)
Da der Dienstag wieder wolkenlos war zog es die Marschtüchtigen in die Höhe, während die Anderen sich in Rattenberg für die Glasbläserei interessierten und die Zeit mit „lädele“ verbrachten.
Nach einer Fahrt mit der Sesselbahn auf die Marktbachjochalm genossen wir die Alpenwelt mit einer Höhenwanderung zur Holzalm und zur Hörler Stiege mit wunderschöner Aussicht. Leider musste unsere Anni dem Sprichwort: „Fliegen ist schön, doch das Landen ist ein Risiko“ ihren Tribut zollen. Doch dank ihrer Fitnesse überstand sie die Bruchlandung zum Glück für uns alle ohne grösseren Schaden, und durfte dank ihrem Schutzengel das Spital am Abend wieder verlassen.
Eine besondere Überraschung erwartete uns am Donnerstag, durften wir doch schon am Morgen einen Bummelzug besteigen, der von einem Traktor gezogen wurde. Die Fahrt ging ohne Geleise über enge Strassen und Wege zur Honigalm. Hier konnten wir eine moderne Käserei besichtigen oder beim Wandern die schöne Bergwelt geniessen. Mit dem gleichen Zug worden wir am Nachmittag wieder zum Hotel gebracht.
Als Abschluss unseres Ferienaufenthaltes bot uns das Hotel einen Tanzabend mit einer Musikkapelle, die mit „Oldies“ unsere Jugenderinnerungen wieder aufleben liessen. Auch wir älteren Semester konnten es nicht verkneifen wieder einmal tüchtig das Tanzbein zu schwingen und mit den alt vertrauten Liedern mitzusingen.
Leider war die schöne Zeit damit wieder zu Ende, mussten wir doch am Freitag wieder den Heimweg antreten. Was bleibt sind nicht nur die Erinnerungen an eine wunderschöne intakte Berglandschaft mit traumhaft blumengeschmückten Häusern und grünen Wiesen, sondern es sind vor allem die persönlichen Begegnungen und Gespräche untereinander und die vielen lustigen Stunden in fröhlicher Runde, die uns lange in Erinnerung bleiben werden!
Ein besonderer Dank gilt unserer Bezugsperson Edith, sowie unseren Begleiterinnen Marion und Anni. Sie haben durch ihre Fürsorge für uns ältere Leute dafür gesorgt, dass wir eine unbeschwerte Woche ohne Zwischenfälle erleben durften. Auch Bruno sei Dank für sein Engangement und für die unfallfreie Fahrt.
Istighofen, 25. August 2011
Roman Wehrle