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23. Juli 2018 - Patroziniumgottesdienst in Wertbühl


Sonntag, 02.09.2018, 10.30 Uhr,
Kirche Wertbühl
anschliessend Apéro

Kirchenpatronin von Wertbühl –  Die heilige Verena

Verena, als Kind angesehener Eltern geboren, soll mit anderen Christen nach Unterägypten gelangt sein, wo die Kaiser Diokletian und Maximian neue Soldaten ausgehoben und damit eine thebäische Legion gegründet haben sollen. Verena sei im Tross der Legion nach Mailand gelangt. Hier sei sie, so erzählt die Legende, einige Jahre bei einem heiligen Manne, Maximus, geblieben sein und die Märtyrerstätten und Kerker der Heiligen besucht haben.

Als sie in Mailand vom Tod der weiter gezogenen Legionäre gehört habe, sei sie nach Saunt-Maurice gereist. Ein Soldat der thebäischen Legion, Viktor, soll ihr Verlobter gewesen sein. In späte-ren Legendensammlungen wird dann beschrieben, dass Verena die Märtyrer der thebäischen Legion beerdigt habe.

Der Legende nach zog Verena nach Solothurn weiter und liess sich wiederum bei einem heiligen Manne nieder. Hier soll sie mit Fasten, Gebet und Psalmen-gesang die Tage verbracht haben.

In einer Höhle in der nach ihr benannten Einsiedelei soll sie sich durch den Ver-kauf ihrer Handarbeiten ernährt haben. Laut Legende heilte sie Blinde und Be-sessene und scharte andere Jungfrauen um sich, um ein gottgeweihtes Leben zu führen.

Weil Verena so viele Leute anzog, soll sie vom ruchlosen Tyrannen der römischen Herrschaft inhaftiert worden sein. In der Nacht erschien ihr ein Jüngling, der sich als Mauritius offenbarte und sie tröstete. Als der römische Tyrann von einem Fieber befallen worden sei, liess er Verena rufen, damit sie ihn heilen könne. Anschliessend sei Verena freige-lassen worden, so dass sie zur Schlucht zurückgehen konnte. Das erste Wunder Verenas wird so beschrieben:

Als Brot fehlte und Verena zu Gott um Hilfe betete, wurden auf einmal 40 Säcke Mehl am Eingang der Zelle vorge-funden. Nachdem Verena und die Jung-frauen von dem Mehl gegessen hatten, wuchs das Mehl immer wieder nach und der Vorrat versiegte nicht mehr.

Der Ruf Verenas verbreitete sich weitherum, sodass Verena heimlich floh und zu einer Rheininsel gelangte. Auch dort sollen bald viele Kranke, Blinde und Lahme gekommen sein, damit Verena ihnen half. In der Lebensgeschichte ist beschrieben, wie eine Frau mit ihrem blinden und lahmen Sohn kam und um Hilfe bat. Verena soll sich in Kreuzform auf den Boden gelegt und bei Gott um Hilfe gebeten haben. Sogleich soll sich der Sohn erhoben haben und nach Hause gegangen sein.

Ja, seltsam – aber so steht es geschrieben. Welche Legenden ranken sich wohl dereinst um unser Leben? Vertrauen wir es Gott an. Wir werden staunen, was Gott aus uns machen kann, wenn wir uns ihm ganz anvertrauen.

Pfarrer Marcel Ruepp